Kryptowährung: Viel Strom für die Bitcoins | boss.energy

Kryptowährung: Viel Strom für die Bitcoins

Wir interessieren uns für Startups und bieten dafür den richtigen Strom. Da darf das momentan beherrschende Startup Thema Blockchain oder Bitcoins nicht fehlen.

Kryptowährungen boomen, die bekannteste davon ist Bitcoin. Doch neben aller Euphorie macht sich allmählich auch Ernüchterung breit. Sowohl das Erzeugen der Bitcoins, im Fachchargon „Schürfen“ genannt, als auch die Transaktionen erweisen sich als wahrhafte Stromfresser.

Um den hohen Verbrauch von Energie zu verstehen, muss man einen Blick auf die technische Basis werfen, die sogenannte Blockchain-Technologie. Im Grunde ist das eine dezentrale Datenbank. Jeder Nutzer, der Teil eines Blockchain-Netzwerkes ist, hat sie dezentral auf seinem Server installiert. Bezahlt man beispielsweise im Internet mit Bitcoins, führt man also eine Transaktion aus, wird diese in die Datenbank geschrieben und quasi als Kettenglied (BlockCHAIN) den bisher vorhandenen Informationen angehängt. Die in der Datenbank enthaltenen Informationen werden also ständig mehr, die abverlangte Rechenleistung immer höher. Eine Transaktion mit Bitcoins ist deshalb erheblich energieintensiver als eine mit einer Kreditkarte.

Bei der Erzeugung von Bitcoins werden ebenso gewaltige Datenmengen hin- und hergeschoben. Bitcoins werden geschürft, indem Rechner komplexe Rechenaufgaben lösen müssen. Als Belohnung werden dann die Bitcoins zugeteilt. Durch die starke Nachfrage der letzten Monate / Jahre, werden diese Rechenaufgaben immer komplexer und können zum Beispiel von einem ganz normalen privaten PC nicht mehr durchgeführt werden. Die meisten Bitcoins werden inzwischen mit extrem schnellen Prozessoren in großen Serverfarmen erzeugt. Durch die Dezentralität der Datenhaltung ist es schwierig, gesicherte Zahlen für Energieverbrauch und vor allem über die Art der Energie zu erhalten. Eines ist allerdings sicher: Viele der Serverfarmen, die für die Bitcoin-Erzeugung genutzt werden, stehen in China. Und China ist bekannt für seine Kohlestromerzeugung.

Ein paar Zahlen, um eine Idee des Stromverbrauchs zu bekommen: Der Bitcoin Energy Consumption Index  gibt an, dass eine einzige Transaktion so viel Energie verbrauche wie 17 US-Haushalte an einem Tag. Und die Tendenz sei steigend. Laut Alex de Vries, Experte beim Krypto-Nachrichtenportal Digiconomist, seien für eine Transaktion 225 Kilowattstunden Strom nötig – ein Kühlschrank in einem Privathaushalt läuft damit rund zwei Jahre. Die Prognosen  von de Vries sagen voraus, dass bereits im Juli 2019 für Bitcoin so viel Strom benötigt werde wie heute für die gesamte USA. Ein beängstigendes Szenario, an dem weltweite Anstrengungen zum Klimawandel durchaus zu scheitern drohen.

Gut zu wissen, daher jetzt anfangen Strommessen (mit smart meter Technologie) und Sparen, wer weiß wann man diesen noch braucht. :-).

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